Erbarmen als soziale Form

   Das Kunstprojekt der Caritas in Köln

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Werkstatt, 20.2.2013




Werkstatt, 20.2.2013 

Werkstattgespräche: Partnerschaften, handelnde Personen, Orte

Wenn die Verhältnisse zwischen Geben und Nehmen unübersichtlich sind, dann fällt es schwer, die übliche Hierarchie zwischen Förderern, Sponsoren, Auftraggebern, Medienpartnern, Genehmigungsstellen und sonstigen Best Boys aufrecht zu erhalten. Im Gegenteil: es geht auch auf dieser Ebene der handelnden Personen darum, die üblichen Strukturen in Frage zu stellen. Natürlich ist die Caritas auf den institutionellen Ebenen, vor allem des Diözesan-Caritasverbands und der Caritas in Köln entscheidend involviert: als Initiatorin, als Auftraggeber, als strukturelle Folie, mit den Gegebenheiten ihrer Orte und nicht zuletzt als Nutznießerin der künstlerischen Projekte.

Mit Kolumba, dem Kunstmuseum der Erzdiözese Köln und deren Mitarbeitern hat der Initiator Ludger Hengefeld hoch kompetente Partner, die nicht nur in der Anfangsphase die erstaunliche Dynamik des Projekts in Gang zu bringen halfen. Die KünstlerInnen Frank Bölter, Dorothea Bohde, Felix Droese, Alfons Holtgreve, Petra Johnson, Reinhard Matz, Norbert Radermacher, Johanna Reich, Manuel Schroeder, Franziska Windisch und Petr Zubek haben jeweils eigene Projekte entwickelt, die zur Realisierung anstehen. Der Titel des Projekts stammt von Felix Droese, der einen nachdenklichen Impulsvortrag dazu hielt. Weitere sollen folgen. Der Theologe Ralf Miggelbrink brachte wertvolle Impulse in die Runde, so zum Begriff der Lebensfülle oder der Herkunft des Worts "Erbarmen" vom Hebräischen Wort für Gebärmutter. Mit dem Kurator Johannes Stahl kommt ein ausgewiesener Kunstvermittler ins Spiel, der für das Gesamtprojekt und die Präsenz der Arbeiten Ähnliches leisten kann wie ein aufbauender und kritischer Lektor für Autoren.